Historische Entwicklung Eickels - Die Politische Entwicklung

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Die politische Entwicklung

Ganz ohne Jahreszahlen geht es auch hier nicht. Wer sich für die geschichtliche und politische Entwicklung von Eickel interessiert, kann sich einen chronologischen Kurzüberblick mit der Zeitleiste der geschichtlichen Entwicklung verschaffen.

Der folgende chronologische Überblick soll die Einordnung von stadthistorischen Ereignissen in den Gesamtrahmen der kommunalen Entwicklung erleichtern.

1609/1666
Die Grafschaft Mark kommt an Brandenburg (Preußen).

1808
Nach dem Frieden von Tilsit wird die Grafschaft Mark von Preußen getrennt, an das Kaiserreich Frankreich abgetreten und dem Großherzogtum Berg angeschlossen. Das Großherzogtum Berg (Hauptstadt Düsseldorf) unterteilt sich in vier Departements. Das Ruhr-Departement (Hauptstadt Dortmund) wird aus drei Arrondissements gebildet. Das Arrondissement Dortmund gliedert sich in sechs Kantone. Der Kanton Bochum besteht u.a. aus der Mairie Herne mit den Gemeinden Baukau, Bickern, Bladenhorst, Crange, Eickel, Herne, Hiltrop, Holsterhausen, Horsthausen, Pöppinghausen und Röhlinghausen. Der Kanton Dortmund besteht u.a. aus der Mairie Castrop mit den Gemeinden Börnig, Holthausen und Sodingen (Gysenberg).

1813/1817
Zum Königreich Preußen, Provinz Westfalen, Regierungsbezirk Arnsberg gehören u.a. der Kreis Bochum mit der Bürgermeisterei Herne und der Kreis Dortmund mit der Bürgermeisterei Castrop.

1841/1844
Der Kreis Bochum mit dem Amt Herne umfaßt die Gemeinden Baukau, Bickern, Bladenhorst, Crange, Eickel, Herne, Hiltrop, Holsterhausen, Horsthausen, Pöppinghausen und Röhlinghausen. Der Kreis Dortmund mit dem Amt Castrop umfasst die Gemeinden Börnig, Holthausen und Sodingen (Gysenberg).

01.08.1875
Aus dem bisherigen Amt Herne werden das Amt Herne und das Amt Wanne. Die Gemeinden Bickern (ab 1897: Wanne), Crange, Eickel, Holsterhausen und Röhlinghausen bilden das Amt Wanne. Im Amt Herne verbleiben die Gemeinden Baukau, Bladenhorst, Herne, Hiltrop, Horsthausen und Pöppinghausen. Beide Ämter gehören zum Kreis Bochum.

01.07.1885
Das Amt Herne verbleibt im Kreis Bochum, das Amt Wanne kommt in den neugebildeten Kreis Gelsenkirchen.

01.11.1891
Das Amt Wanne wird in Amt Eickel (mit den Gemeinden Holsterhausen und Eickel) und Amt Wanne (mit den Gemeinden Bickern, Crange und Röhlinghausen) geteilt.

01.04.1897
Das Amt Herne wird aufgelöst. Der Gemeinde Herne wird das Stadtrecht verliehen. Sie verbleibt im Landkreis Bochum. Im Landkreis Bochum entsteht neu: das Amt Baukau mit den Gemeinden Baukau, Bladenhorst, Hiltrop, Horsthausen und Pöppinghausen.

01.04.1902
Das Amt Sodingen wird aus dem Restamt Castrop mit den Gemeinden Börnig, Holthausen und Sodingen gebildet. Die Gemeinde Hiltrop scheidet aus dem Amt Baukau aus.

18.09.1905
Die Gemeinde Crange wird in die Gemeinde Wanne eingemeindet.

01.07.1906
Die Stadt Herne wird kreisfreie Stadt und scheidet aus dem Landkreis Bochum aus.

01.04.1908
Das Amt Baukau wird aufgelöst. Die Gemeinden Baukau und Horsthausen werden in die Stadt Herne eingemeindet. Die Gemeinden Bladenhorst und Pöppinghausen bilden das neue Amt Bladenhorst.

01.04.1910
Die Gemeinde Holsterhausen wird in die Gemeinde Eickel eingemeindet.

01.04.1926
Das Amt Bladenhorst wird aufgelöst. Ein Teil der Gemeinde Bladenhorst kommt zur Stadt Herne. Die Ämter Wanne und Eickel werden aufgelöst und bilden die neue kreisfreie Stadt Wanne-Eickel. Der Landkreis Gelsenkirchen wird aufgelöst.

01.04.1928
Das bisherige Amt Sodingen mit den Gemeinden Börnig, Holthausen und Sodingen wird in die Stadt Herne eingemeindet.

01.08.1929
Eingemeindung von Oestrich und Kray in die Stadt Herne.

01.01.1975
Die Städte Herne und Wanne-Eickel bilden die neue Stadt Herne.


Die Geschichte Eickels

Um 774
In einer Schrift auf Baumrinde aus dem Jahre 774 ist von einer Burg Eclo (Eichenwald) die Rede, zu jener Zeit soll dort, wo heute Eickel liegt, der mächtige Tabo geherrscht und auch über die Gegend des heutigen Gelsenkirchen verfügt haben. (Quelle: Chronilk der Stadt Herne, offizielle Website der Stadt Herne)

Ob es den sagenhaften "Tabo von Eickel" gegeben hat oder ob es sich um einen Lesefehler in einer Grabinschrift handelt, lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen.
Wie der Eickeler Superintendent Daniels schrieb, soll dieser jedenfalls in den Jahren vor 800 in den Sachsenkriegen dem Karl dem Großen so erbittert Widerstand geleistet haben, dass dieser unser Gebiet lange nicht erobern konnte.

Die erste schriftliche Überlieferung zu Herne datiert um 880/884. In dem Urbar (Heberegister, Abgaberegister) des Klosters Werden im heutigen Essen sind als Einkünfte im Brukterergau verzeichnet: "In villa haranni berahtwini de manso pleno XXXVI modios ordei octo denarios heriscilling II farine modios et mansionem". - Übersetzt: "Berathwin in Herne, auf einer Vollhufe ansässig, 36 Scheffel Gerste, acht Denare Heerschilling und zwei Scheffel Mehl nach Werden abzugeben und für Beherbergung zu sorgen".

Eickel in der neueren Zeit

Eickel gehörte 1808 während der napoleonischen Zeit zur Mairie Herne, aus der sich die Bürgermeisterei Herne und danach das Amt Herne entwickelten. Am 01.08.1875 wurde das Amt Wanne gebildet, das aus dem Gemeinden Holsterhausen, Eickel, Röhlinghausen, Bickern und Crange bestand. Am 01.11. 1891 wurde das Amt Wanne in das Amt Eickel und das Amt Wanne geteilt. Zum Amt Eickel gehörten die Gemeinden Eickel und Holsterhausen.

Im Jahre 1926 gab Eickel beim Zusammenschluss der Ämter Wanne und Eickel zur neuen Stadt Wanne-Eickel dieser einen Teil ihres Namens und des Stadtwappens. Der "Emscherbrücher Dickopp" lebte im Cranger Teil des Emscherbruchs.
Seit dem Zusammenschluss mit der Stadt Herne im Jahre 1975 ist Eickel ein Stadtteil der Stadt Herne in Bundesland Nordrhein-Westfalen der Bundesrepublik Deutschland.